Abschied

Heute fliegen wir zurück. Als ich heute Morgen im «Café de la Poste» in Ho Chi Minh City bei einem Eiskaffee sass und die letzten Karten schrieb, kamen mir die Tränen. Ich will nicht zurück. Nochmals glühten die Erinnerungen auf an all die Erlebnisse.

Mit dem Liegebus drei Stunden ins Mekong-Delta gefahren. Als einzige Touristen.

Ein Motorbike-Taxi genommen und über abenteuerliche Wege und Brücken in unser Resort gefahren. Zum ersten Mal überhaupt sass ich auf einem Motorrad.

Ein Einheimischer hat uns eine lebende Giftschlange (weissgebänderte Krait?) gezeigt (bevor er sie erschlagen hat). Zu aufgeregt für ein Foto.

Auf der paradiesischen Insel Con Son (der Hauptinsel des Con-Dao-Archipels) über den Plastikmüll geärgert. Und allgemein Sorgen gemacht über die fehlende Nachhaltigkeit des Tourismus-Booms.

Hafen und einer der Strände von Con Son, Vietnam
Hafen und einer der Strände von Con Son.

Bei tropischer Hitze durch die abgasgeschwängerten Strassen von Ho Chi Minh City spaziert, fernab aller Touristenströme.

An einem Abend in Downtown HCMC für Essen und Trinken so viel Geld ausgegeben wie während vier Tage auf Con Son (Hendricks-Gin in der Skybar des Liberty Central).

Ho Chi Minh City Downtown, Vietnam
Ho Chi Minh City Downtown: Könnte auch USA oder Europa sein.

Stundenlang im Con Dao Camping mit zwei Amerikanern geschwatzt. Der eine Musikjournalist in Tokio, der andere Biologieprofessor in New York.

Zusammen mit dem Biologieprofessor und fünf einheimischen Taxifahrern in Con Dao City in einer Strassenküche gegessen und Schnaps getrunken. Google Translate ist dein Freund.

Bus gefahren ins Zentrum von Ho Chi Minh City und wieder zurück und dabei bei der Kontrolle ein gültiges Billett zeigen können (kostet 25 Rappen pro Person, gelöst wird im Bus).

Durch das Loch im Boden des Busses auf die Strasse geschaut.

Nur ein Mal Schweizer getroffen (im Mekong-Delta).

Gelernt, mit Flip-Flops zu laufen. Blasen nach dem ersten Mal, deshalb drei Tage Pause, danach gings.

Nie Socken, Pullover, lange Hosen oder Jacke getragen. Die Mücken haben es gedankt.

Auf verschiedenen Märkten gewesen, dem Floating Market in Cai Be im Mekong-Delta und demjenigen auf dem Festland des gleichen Ortes. Überdacht, heiss, eng und überall Roller.

Auf dem Markt in Cai Be im Mekong-Delta., Vietnam
Auf dem Markt in Cai Be im Mekong-Delta.

Mühe gehabt mit der Zeitumstellung (Jet Lag), dafür nachher viel und gut geschlafen.

Auf Empfehlung von Tripadvisor im angeblich besten Restaurant von Cần Thơ gegessen. Spoiler: Es lohnt sich nicht.

Im Bier Garden in Ho Chi Minh City dasselbe Bier für 55’000 Dong getrunken, das im Supermarkt um die Ecke 11’000 Dong kostet (Larue). 100’000 Dong sind etwa 4.50 Franken.

Breite Strassen ohne Verkehr (Con Dao City) überquert und mit viel Verkehr (Ho Chi Minh City). Grundregeln für Fussgänger: bei Autos warten, bei Rollern zulaufen und nicht stehenbleiben.

Überall am Morgen Cà phê pha sữa với sữa (Eiskaffee mit Kondensmilch) getrunken.

Auf die Dämmerung hin zum buddistischen Tempel auf Con Son hochgestiegen, um die Makaken zu beobachten. Das erste Mal Affen in freier Wildbahn gesehen.

Ein Makake beim Tempel auf Con Son. (Con Dao), Vietnam
Ein Makake beim Tempel auf Con Son.

Von der Chefin des Resorts im Mekong-Delta Bananenwein (Schnaps) spendiert und geschenkt bekommen. Und danach den gekauften Bananenschnaps im Hotel stehenlassen, weil der andere besser ist.

In Vĩnh Long auf ein Sammeltaxi gewartet, das uns das Resort vermittelt hat. Mit Verspätung hat es geklappt, Lohn war eine angenehme einstündige Fahrt nach Cần Thơ.

Gastfreundschaft und freundliche Menschen erlebt (überall) und Abzockeversuche (private Taxis am Flughafen von Ho Chi Minh City).

Nun also die letzten Stunden am Rooftop-Pool des Ananas Family Hotel in Ho Chi Minh City (ja, wir sind wieder dahin zurückgekommen), bevor wir dann mit dem Taxi zum nahen Flughafen fahren und uns auf die 18-stündige Heimreise machen. Ungern. Melancholisch. Ein Teil von mir bleibt hier.

Việt Nam, tôi sẽ trở lại! Versprochen!

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